Deutsch-Indische Freundschaft Bielefeld e.V.

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Diwali, das Lichterfest

 

zur Geschichte

 

Diwali ist die volkstümliche Version des Sanskritwortes Dīpāvali = Dīpa (Lampe, Licht, Flamme) + Āvali (Streifen, Reihe), also: "eine Reihe von Lichtern".

 

Es ist das Lichterfest welches am 15. Tag des abnehmenden Mondes im Monat Āśvina (der Monat in dem der Mond im Sternbild Aśvinī = Widder steht) stattfindet, d.h. im Oktober oder November. Die indischen Monatstage werden in Tage des zunehmenden und Tage des abnehmenden Mondes eingeteilt, damit ist der 15. Tag des abnehmenden Mondes der Neumond (Amā-vāsyā = daheim sich niederzulassen d.h. der Mond ist nach indischer Mythologie zum Heimatbesuch bei der Sonne und deshalb ist es dunkel).

 

Dieses Fest ist in verschiedenen Teilen Indiens mit unterschiedlichen religiösen oder mythologischen Bedeutungen verbunden.

 

In Bengalen wird dieses Fest traditionell als Kālī-Pūjā gefeiert, in anderen Teilen Indiens verehrt man Lakshmī, die glückverheißende Göttin des Wohlstands und Ganeśa, den Beseitiger von Hindernissen. Manche Gegenden gedenken an dem Tag der Rückkehr des Avatārs Rāma aus seiner 14 jährigen Zeit der Verbannung und an seinen Sieg über den Dämonenkönig Rāvana. Dies wird als Sieg des Dharma über die Weltlichkeit angesehen. Wieder andere Landesteile Indiens feiern das Fest zum Gedenken an Krishna, oder an die Rückkehr der Pāndava-Brüder aus der Verbannung.

 

Um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen und das Göttliche zu preisen, zünden die Menschen Lichter an.

 

Mehr über Rāma finden Sie hier.

 

Das Fest

In den meisten Jahren haben wir im irgendwann November Diwali gefeiert. Diwali ist ein mehrtägiges Fest, das in seinem fröhlichen Charakter mit Weihnachten in Deutschland verglichen werden. Diwali ist in Nordindien auch gleichzeitig der Neujahrstag. Zu dem Fest gehören gegenseitige Besuche und Süßigkeiten als Geschenke. Schon Tage vor dem Fest werden in Indien überall Knallfrösche und anderes Feuerwerk entzündet, am Festtag selbst geht es zu wie in Deutschland zu Silvester.

 

Zu unseren Feiern sind alle herzlich willkommen. Wir entzünden jedes Jahr viele kleine Lämpchen, um den ungemütlichen deutschen Herbst ein wenig stimmungsvoller zu gestalten.

 

Zum gemeinsamen Ritual des Festes gehört, dass die Menschen früh aufstehen und ein wohlriechendes Öl-Bad nehmen. Reinheit ist das oberstes Gebot, denn die Hindus glauben an Reinheit des Körpers, der Seele und des eigenen Hauses. Außerdem trägt man meist frische oder neue Kleider, besucht sich gegenseitig und beschenkt sich mit Süßigkeiten.

 

 

Termine für Diwali:

 

Die Lichter

Wesentliches Element von Diwali sind die Lichter. Ursprünglich waren es nur kleine Öl-Lampen – die in Reihen an Fenster oder Eingänge gestellt wurden. Heute sind es zunehmend elektrische Lichterketten, die Wohnhäuser, Geschäfte und Straßen im ganzen Land erleuchten. Manchmal hängt man Lampen in Bäume und platziert Kerzen auf den Dächern. Hindus glauben, dass am Neumondtag des Diwali die Seelen ihrer Vorfahren die Häuser den Nachkommen besuchen. Lichter werden angezündet, um den Verstorbenen den Weg zu weisen.

 

Diwali wird auch mit Lakshmi, der Glücksgöttin in Verbindung gebracht. Es sei der Tag, an dem Lakshmi aus dem milchigen Ozean emporgekommen sein soll, um der Welt Wohlstand zu schenken. Man glaubt, dass Lakshmi vor allem jene Häuser besucht, die gut beleuchtet sind.